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Thema: aus meinen Tagebüchern
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Die Regentonne
Die Regentonne
Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich suchte, hier war ich zu finden
besonders nach langen Regentagen.
Denn wenn die Sonne aufs Wasser schien,
dann lockte das Funkeln so manches Getier,
oft meint ich da hat doch jemand geschrien
mit einem Stock bewaffnet hielt Wache ich hier!
Hier war ich der Held und Retter zugleich
groß und mächtig kam ich mir hier vor,
meine Kämpfe und Siege machten mich reich,
ich hatte für alle ein Herz und ein Ohr.
Wie magisch vom Sonnenlicht angezogen,
wohl denkend es wäre ein prachtvolles Ding,
kam Biene und Schmetterling angeflogen
bevor es im Regenwasser ums Leben ring.
Auch ließ sich von unsrem Kastanienbaum
manch garstige eklige Spinne blenden,
sie webte herab sich in den nassen Traum
nicht wissend sie müsse grausam verenden.
Doch da stand ja ich mit langem Ast,
stand Wache um zu retten das Leben,
und half manchem unfreiwilligen Gast
wieder in die Sonne zu schweben.
Ich hatte auch einen kleinen Tisch
für besonders kranke Patienten,
erklärte gewichtig, : “du bist doch kein Fisch
um in der Tonne im Wasser zu enden.“
Nur vor den Spinnen da hatte ich Angst,
besonders so schwarze, hässliche und fette,
doch war mir klar, wie das ist wenn man bangt,
und dass es gut ist, wenn auch diese ich rette!
Noch war ich ein Kind, doch ich hatte begriffen,
dass man Leben soll retten und nicht zerstören,
wie schön ist doch helfen, ohne betteln zu müssen,
auf sich selbst und nicht auf die anderen hören.
Und noch etwas habe ich früh begriffen
dies scheint das Wichtigste mir zu sein,
dass funkelnde Dinge nicht schön sein müssen,
denn ach wie oft trügt uns der Schein!
Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich sucht, hier bin ich zu finden
besonders nach langen Regentagen.
Urheberrecht Celine Rosenkind
Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich suchte, hier war ich zu finden
besonders nach langen Regentagen.
Denn wenn die Sonne aufs Wasser schien,
dann lockte das Funkeln so manches Getier,
oft meint ich da hat doch jemand geschrien
mit einem Stock bewaffnet hielt Wache ich hier!
Hier war ich der Held und Retter zugleich
groß und mächtig kam ich mir hier vor,
meine Kämpfe und Siege machten mich reich,
ich hatte für alle ein Herz und ein Ohr.
Wie magisch vom Sonnenlicht angezogen,
wohl denkend es wäre ein prachtvolles Ding,
kam Biene und Schmetterling angeflogen
bevor es im Regenwasser ums Leben ring.
Auch ließ sich von unsrem Kastanienbaum
manch garstige eklige Spinne blenden,
sie webte herab sich in den nassen Traum
nicht wissend sie müsse grausam verenden.
Doch da stand ja ich mit langem Ast,
stand Wache um zu retten das Leben,
und half manchem unfreiwilligen Gast
wieder in die Sonne zu schweben.
Ich hatte auch einen kleinen Tisch
für besonders kranke Patienten,
erklärte gewichtig, : “du bist doch kein Fisch
um in der Tonne im Wasser zu enden.“
Nur vor den Spinnen da hatte ich Angst,
besonders so schwarze, hässliche und fette,
doch war mir klar, wie das ist wenn man bangt,
und dass es gut ist, wenn auch diese ich rette!
Noch war ich ein Kind, doch ich hatte begriffen,
dass man Leben soll retten und nicht zerstören,
wie schön ist doch helfen, ohne betteln zu müssen,
auf sich selbst und nicht auf die anderen hören.
Und noch etwas habe ich früh begriffen
dies scheint das Wichtigste mir zu sein,
dass funkelnde Dinge nicht schön sein müssen,
denn ach wie oft trügt uns der Schein!
Unterm Scheunendach ganz hinten
gezeichnet von Beulen, mit Rost beschlagen,
wenn man mich sucht, hier bin ich zu finden
besonders nach langen Regentagen.
Urheberrecht Celine Rosenkind
17.08.2009, 17.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geschichten aus der Bahnhofstraße -4-
Katzen taufen
Unser Hof gehörte zu den größten und schönsten im Dorf.
Ich kann Euch versichern, dass jedes von uns Kindern das über seinen Hof auch gesagt hat.
Wir waren stolz und unsere Geschichten kreisten stets um unsere Tiere.
So wetteiferten wir z. B. mit der Zahl unserer Katzen.
Bei uns waren es wirklich sage und schreibe 32 Fellnasen, die auf unserem Hof zu Hause waren.
Meine Schwester und ich fanden das natürlich super. Auch liebten wir unsere Pflegeeltern sehr, weil sie wirklich nicht zu jenen Bauern gehörten, die kleine Katzen in den Brandweiher
warfen. Nein – mann muss der Natur ihren Lauf lassen pflegten sie immer zu sagen!
Wir haben ständig unsere kleinen Freunde herumgetragen.
Mein alter Kinderwagen war oft voll beladen mit kleinen Katzen, die wir spazieren fuhren.
Ja, heute weiß ich wohl, dass man so etwas nicht machen sollte.
Nur damals waren unsere Katzen Puppenersatz. Davon mal abgesehen, dass eine Puppe wohl kaum eine schnurrende Katze ersetzen kann.
An Regentagen trafen wir Kinder uns meistens in der großen Wohnküche bei uns zu Hause.
Wir gingen regelmäßig am Sonntag zum Kindergottesdienst. Wenn da auch nur einer gefehlt hat, wurde es am nächsten Sonntag von der Kanzel namensmäßig genannt.
Wir Kinder jedenfalls kamen auf die Idee, unsere Katzen zu taufen.
Und das wie gesagt fand eben meistens an Regentagen statt. Na und bei soviel Katzen waren Taufen sehr oft angesagt.
Meine Pflegeeltern hatten in ihrem Wohnzimmer ein richtig dickes Kreuz und silberne Kerzenleuchter mit dicken Kerzen gab es auch.
So schleppten wir das alles in unsere Küche, füllten die silberne Keksschüssel mit Wasser und dann konnte die Zeremonie beginnen.
Gesungen haben wir selbst, der Täufling wurde in die Spitzentischdecke gehüllt, und wir segneten ihn oder sie genau so, wie wir es in der Kirche gelernt hatten.
Die Katzen haben stillgehalten – nicht eine hat gekratzt.
Heute denke ich, die müssen gespürt haben, dass wir Kinder es nur gut gemeint haben.
Ich habe dann noch hinterher einen Haferbrei ganz ohne Anbrennen gekocht und wir haben alle zusammen gemampft und somit gefeiert.
Wenn die Erwachsenen dann zur Tür herein schauten, staunten sie nicht schlecht und geschimpft hat niemand. Das hätten wir auch nicht verstehen können.
Für uns stand fest, Katzen müssen eben auch getauft werden.
Immer wenn ich hier oben unsere Katzen sehe, muss ich daran zurückdenken und das tue ich sehr gerne…….
17.08.2009, 17.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geschichten aus der Bahnhofstraße-3-
Raupen und Kartoffelkäfer
Mein Taschengeld musste ich mir erarbeiten.
Meine Großeltern waren sehr stur, wenn ich einen Groschen haben wollte.
Raupen von Salat und Kohlpflanzen zu sammeln, das war wirklich keine schöne
Beschäftigung.
Großvater hat niemals Vernichtungsmittel gespritzt.
Er war der Meinung, dass die Natur das alles selbst regelt und wenn es nicht ausreicht
der Mensch den Rest der Arbeit verrichten muss.
Also hatte ich wirklich genug zu tun.
Für 20 gesammelte Raupen gab es einen Groschen.
Um beim Kartoffelkäferlesen allerdings ein wenig Geld zu bekommen,
musste ich mich mächtig anstrengen.
Die Konkurrenz war groß. Da gab es für 100 Kartoffelkäfer erst den heiß begehrten
Groschen. Ein Groschen war viel Geld für uns Kinder. Dafür gab es immerhin eine kleine Tüte Himbeerbonbons oder eine Eiskugel. Auch bekam man dafür zwei >Negerküsse<.
Sparen musste man davon auch, vielmehr die Groschen sammeln, um sich auch einmal das geliebte Mickymausheft leisten zu können.
Oft bin ich zu meiner Tante Minna gelaufen. Sie war die Schwester meiner Großmutter,
und hat mir oft lächelnd etwas zugesteckt.
Heute freue ich mich, wenn ich einmal eine Raupe oder einen Kartoffelkäfer sehe.
Müsste ich mir heute mein Taschengeld verdienen, hätte ich keine Chance. Es wird gespritzt
was das Zeug hält. Schade, wirklich sehr schade! Für die Kartoffelkäfer, die Raupen und uns
Menschen .
Katzen taufen
Unser Hof gehörte zu den größten und schönsten im Dorf.
Ich kann Euch versichern, dass jedes von uns Kindern das über seinen Hof auch gesagt hat.
Wir waren stolz und unsere Geschichten kreisten stets um unsere Tiere.
So wetteiferten wir z. B. mit der Zahl unserer Katzen.
Bei uns waren es wirklich sage und schreibe 32 Fellnasen, die auf unserem Hof zu Hause waren.
Meine Schwester und ich fanden das natürlich super. Auch liebten wir unsere Pflegeeltern sehr, weil sie wirklich nicht zu jenen Bauern gehörten, die kleine Katzen in den Brandweiher
warfen. Nein – mann muss der Natur ihren Lauf lassen pflegten sie immer zu sagen!
Wir haben ständig unsere kleinen Freunde herumgetragen.
Mein alter Kinderwagen war oft voll beladen mit kleinen Katzen, die wir spazieren fuhren.
Ja, heute weiß ich wohl, dass man so etwas nicht machen sollte.
Nur damals waren unsere Katzen Puppenersatz. Davon mal abgesehen, dass eine Puppe wohl kaum eine schnurrende Katze ersetzen kann.
An Regentagen trafen wir Kinder uns meistens in der großen Wohnküche bei uns zu Hause.
Wir gingen regelmäßig am Sonntag zum Kindergottesdienst. Wenn da auch nur einer gefehlt hat, wurde es am nächsten Sonntag von der Kanzel namensmäßig genannt.
Wir Kinder jedenfalls kamen auf die Idee, unsere Katzen zu taufen.
Und das wie gesagt fand eben meistens an Regentagen statt. Na und bei soviel Katzen waren Taufen sehr oft angesagt.
Meine Pflegeeltern hatten in ihrem Wohnzimmer ein richtig dickes Kreuz und silberne Kerzenleuchter mit dicken Kerzen gab es auch.
So schleppten wir das alles in unsere Küche, füllten die silberne Keksschüssel mit Wasser und dann konnte die Zeremonie beginnen.
Gesungen haben wir selbst, der Täufling wurde in die Spitzentischdecke gehüllt, und wir segneten ihn oder sie genau so, wie wir es in der Kirche gelernt hatten.
Die Katzen haben stillgehalten – nicht eine hat gekratzt.
Heute denke ich, die müssen gespürt haben, dass wir Kinder es nur gut gemeint haben.
Ich habe dann noch hinterher einen Haferbrei ganz ohne Anbrennen gekocht und wir haben alle zusammen gemampft und somit gefeiert.
Wenn die Erwachsenen dann zur Tür herein schauten, staunten sie nicht schlecht und geschimpft hat niemand. Das hätten wir auch nicht verstehen können.
Für uns stand fest, Katzen müssen eben auch getauft werden.
Immer wenn ich hier oben unsere Katzen sehe, muss ich daran zurückdenken und das tue ich sehr gerne…….
17.08.2009, 17.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geschichten aus der Bahnhofstraße -2-
Das große Haus
Mir kam das Haus zu jener Zeit und auch später wunderschön vor.
Ich liebte es und genoss die Zeit, die ich dort verbringen durfte.
Es war diese Ausstrahlung, diese Wirkung welches es als Kind auf mich hatte.
Groß, mächtig, stark und stolz. So eine Art Trutzburg inmitten von Scheunen, Stallungen
und drei wunderschönen Gärten. Vor unserem Haus, genau neben der Regentonne, stand ein
riesiger, alter Walnussbaum. Um diesen herum hatte Großvater eine Bank gezimmert zusammen mit einem knorrigen Holztisch. Er war nach der Feldarbeit ein Treffpunkt für
Familie und Nachbarn. Hier wurde so manches Lied gesungen, so mancher selbst gebrannte
Pflaumenschnaps gekippt und Pfeifenrauch in die Landluft gepustet während man am Sonnenuntergang das Wetter für den nächsten Tag ablas.
Das Dach unseres Hauses diente den Schwalben mit ihren zahlreichen Nestern als Schutz.
Vom Haus zu Scheune hin war eine Stromleitung gezogen. Hier konnten die kleinen Schwalben ihre ersten Flugversuche machen.
Schön war es, sie zu beobachten. Die Katzen leckten sich vergeblich die Mäulchen.
Die leckere Mahlzeit flog ihnen einfach zu hoch.
Auch eine Garage war auf unserem Hof zu finden. Davor zwei Hundehütten, an denen Tasso
und Wotan angekettet Besucher argwöhnisch beobachteten.
Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich an unseren ängstlichen Briefträger denke.
An unserem Einganstor befand sich eine riesige Klingel.
Sobald der Briefträger nur in der Nähe war, begannen die beiden Hunde zu bellen und die Zähne zu fletschen. Sie zerrten an ihren Ketten und zogen so ihre Hundehütten über den halben Hof. Der traute sich meist nicht einmal in die Nähe der Klingel und so rief er lauthals:
„Die Post ist da!“
Großmutter ist dann ganz schnell zum Hoftor geeilt, damit
Briefträger Müller das Weite suchen konnte.
Unser schönes Haus war übrigens in zwei Hälften geteilt.
Das nannten wir Kinder Himmel und Hölle.
Unten da wohnten unsere Großeltern die uns mit viel Liebe
in der wenigen Zeit, die ihnen die Arbeit noch ließ, versuchten
die Eltern zu ersetzen.
Oben im ersten Stock wohnten eigentlich wir und sollten, wie es sich gehört, von unserer Mutter behütet aufwachsen.
Da diese aber kein Interesse an uns Kindern hatte, waren wir meistens unten
bei unseren Großeltern. Dort haben wir den ganzen Tag verbracht!
Mehr möchte ich hier an dieser Stelle dazu nicht schreiben denn das würde nur die Romantik zerstören.
Fortsetzungen folgen.....
12.08.2009, 19.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Bahnhofstraße

Das ist die Bahnhofstraße in der heutigen Zeit.
Mein Elternhaus und die einstige Hauptstraße sind nicht wiederzuerkennen!
12.08.2009, 19.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geschichten aus der Bahnhofstraße - 1
Unser Dorf
Unser kleines Dorf hieß damals noch Anspach und hatte ca. 3000 Einwohner.
Ich weiß nicht, ob das zu meiner Kindheit wirklich so viele Menschen waren.
Das kann ich mir gar nicht vorstellen denn ich glaube fest, dass ich alle im Ort
gekannt habe.
Damals gab es noch keinen einzigsten Traktor. Könnt ihr euch so etwas vorstellen?
Die schweren hölzernen Leiterwagen wurden von Ochsengespannen durch den Ort,
auf die Felder gezogen. Damals konnte man auf der Bahnhofstraße, welche auch die Hauptstraße war, noch richtig spielen.
Wenn da einmal ein Auto kam, tuckerte es gemütlich die Straße entlang.
Zeit genug, um zu Seite zu treten, nicht in Panik zu geraten, um zu rennen.
Den Ort, den wir als Kinder nicht oft genug aufsuchen konnten, war das kleine Kaffee Merkel.
Ich denke, wir konnten ziemlich hartnäckig betteln, um einen Groschen zu bekommen.
Dort gab es das leckerste Eis der Welt, jedenfalls für uns Kinder.
Nicht immer hatten wir alle Glück, einen Groschen zu ergattern und doch rannten wir gemeinsam los. Wir hofften, dass Onkel oder Tante Merkel gut gelaunt waren, denn dann gab es ob mit oder ohne Groschen Eis für alle.
Wir im Dorf waren alle eine große Familie. Wenn wieder mal „der Klapperstorch“ ein Baby bringen sollte, kam unsere alte Hebamme oder Gemeindeschwester auf dem Fahrrad.
Die Frauen versammelten sich meist vor der Hoftür, um ja den ersten Schrei nicht zu verpassen.
Trauer kam auf, wenn die schwarze Kutsche mit den weißen Gardinen, gezogen von zwei
rabenschwarzen Pferden, die Bahnhofstraße heraufkam. Jeder, der nicht auf dem Feld beschäftigt war, gab dem Verstorbenen die Ehre, ihn bis zur Leichenhalle zu begleiten.
Auch wurden natürlich Hochzeit gefeiert. Das Brautpaar musste einmal durch das ganze Dorf laufen, um die wartenden Gäste einzusammeln. Das war vielleicht ein langer Zug, der dann in unserer Kirche ankam.
Egal was geschah, man freute, lachte und weinte miteinander. Man tauschte Eier gegen Wurst
oder Obst gegen Kartoffeln. Niemand musste Angst haben, alleine zu sein. Jeder trug ein Stück Verantwortung.
Während ich das heute schreibe, stehen wirklich Tränen in meinen Augen.
Wir hatten sie, diese Vorbilder, die man als Kind so nötig braucht, um erwachsen zu werden.
Damals kam es mir so vor, als würde das Dorf mit mir zusammen immer ein Stückchen wachsen. So war es auch. Nur immer hübsch der Reihe nach.
Vieles würde sonst an schönen Geschichten verloren gehen ..
12.08.2009, 19.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Geschichten aus der Bahnhofstraße
Geschichten aus der Bahnhofstraße
In einem kleinen Dörfchen im Taunus erlebte ich wenn auch mit
kleinen Unterbrechungen meine Kindheit.
Damals war Anspach im Taunus noch eine kleine Gemeinde.
Sie überwiegend aus Bauernhöfen auf denen die Feldarbeit und die Nutztiere
im Vordergrund standen.
Es gab einen kleinen Konsum, eine Apotheke, einen kleinen Friseur sowie
einen Laden, wo man sich mal hin und wieder Kleidung kaufen konnte.
Schließlich fuhr der Bahnbus zur Kreisstadt nur zweimal am Tag.
Das größte Gebäude in unserem Dorf war unsere Kirche und das Gemütlichste,
unser kleines Backhäuschen.
Dort kamen wir Dorfkinder einmal wöchentlich zusammen, beladen mit unseren Blechen,
um das Brot backen zu lassen. Das war nämlich damals unsere Arbeit – der Beitrag von uns Kindern. Wir mussten in Haus und Hof altersgemäß unseren Beitrag leisten.
Es war eine sehr schwere, lehrreiche und schöne Kindheit, aus der ich einige kleine
Geschichten erzählen möchte.
Geschichten von damals. Zeiten, in denen man mich das kleine Kieselsteinchen nannte.
Wer mag, kann mich gerne auf meiner Reise in die Vergangenheit begleiten. Auch wenn vieles nicht immer leicht war, wie sagt man?
"Aber schön war es doch!"
in
In einem kleinen Dörfchen im Taunus erlebte ich wenn auch mit
kleinen Unterbrechungen meine Kindheit.
Damals war Anspach im Taunus noch eine kleine Gemeinde.
Sie überwiegend aus Bauernhöfen auf denen die Feldarbeit und die Nutztiere
im Vordergrund standen.
Es gab einen kleinen Konsum, eine Apotheke, einen kleinen Friseur sowie
einen Laden, wo man sich mal hin und wieder Kleidung kaufen konnte.
Schließlich fuhr der Bahnbus zur Kreisstadt nur zweimal am Tag.
Das größte Gebäude in unserem Dorf war unsere Kirche und das Gemütlichste,
unser kleines Backhäuschen.
Dort kamen wir Dorfkinder einmal wöchentlich zusammen, beladen mit unseren Blechen,
um das Brot backen zu lassen. Das war nämlich damals unsere Arbeit – der Beitrag von uns Kindern. Wir mussten in Haus und Hof altersgemäß unseren Beitrag leisten.
Es war eine sehr schwere, lehrreiche und schöne Kindheit, aus der ich einige kleine
Geschichten erzählen möchte.
Geschichten von damals. Zeiten, in denen man mich das kleine Kieselsteinchen nannte.
Wer mag, kann mich gerne auf meiner Reise in die Vergangenheit begleiten. Auch wenn vieles nicht immer leicht war, wie sagt man?
"Aber schön war es doch!"
in
12.08.2009, 19.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Erinnerungen

Erinnerungen
Am Sonntag ergatterte ich auf dem Flohmarkt einige Kostbarkeiten.
Kostbarkeiten in Form von alten Büchern - Zeitzeugen die ich so liebe.
Beim Lesen entdeckte ich zwischen mehreren Seiten, gepresste Blumen!
Ich fand Veilchen und Klee, ja sogar mehrere Rosenblätter in einem
Büchlein , zwischen kleinen Liebesgedichten und Geschichten.
Wie wichtig Erinnerungen sind, darüber musste ich dann nachdenken!
Ich legte das Buch aus der Hand und holte meinen kleinen Schuhkarton hervor.
Warum meine Erinnerungen in einem Schuhkarton liegen?
Ganz einfach, auch er ist eine Kostbarkeit für sich. Er erinnert mich immer wieder
an den Tag, als ich für meine Tochter Anika die ersten Schuhe kaufen durfte.
Anika begann durch eine Krankheit sehr spät die ersten Schritte zu machen.
Deshalb ist dieser kleine Karton etwas ganz besonderes, wie alles was darin verborgen
schlummert.
Eine Muschel, eine vergilbte Postkarte, der alte Briefumschlag welcher
den letzten Brief meiner Großmutter beherbergt, gehören zu meinen Schätzen.
Einige vergilbte Fotos auf denen Momente meiner Kindheit festgehalten wurden.
Die ersten Liebesbriefe von meiner Jugendliebe der ich in mancher Stunde
noch nachtrauere und vieles mehr...
Alles kostbare Erinnerungen durchzogen vom goldenen Faden der Liebe und Zärtlichkeit.
So sind sie mein krisenfestes Kapital und geleiten mich durch alles, was ich noch erleben darf. Zinsen werden sie tragen in Form von Lebensmut und Zuversicht.
Sie sind wie eine Brücke über die ich laufen kann-
von der Vergagenheit hinüber in die Zukunft, Halt gebend und Weg weisend.
Es gibt aber auch Erinnerungen anderer Sorte.
Erinnerungen an Misserfolge, Verletzungen, Versagen. Schlimme Dinge, von denen ich betroffen, an denen ich beteiligt gewesen.
Nur ich habe ihnen den Stachel entfernt; sie unschädlich gemacht mit einem kleinen
Schildchen. Was darauf steht wollt Ihr wissen?
Ganz einfach: "Erfahrungen die mir halfen - beim Wachsen und Erkennen"
Auch sie sind von unschätzbarem Wert.
© Celine Rosenkind
20.02.2009, 15.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eine erlebte Neujahrsgeschichte

Der Karpfen Fridolin!
Das neue Jahr stand vor der Tür und doch
verabschiedete sich das alte Jahr nicht ohne
noch ein wenig Aufregung in mein Leben zu bringen.
So kann ich Euch nun von einer Begebenheit erzählen
die unseren Jahresausklang total auf den Kopf stellte
Silvester war bei uns ganz anders, als viele es kennen.
In unserem kleinen Dorf habe ich niemals
ein Feuerwerk oder das Krachen von
Leuchtkörpern gehört.
Die Menschen dort hatten immer noch den Krieg im
Hinterkopf und Geld für diese Dinge, so wie heute,
gab niemand aus.
Außerdem hatten ja alle Bauern das Vieh und
es sollte sich nicht erschrecken.
Es war auch so, immer ein lustiges Silvester.
Meine Mutter war Silvester nie zu Hause und
so verlebten wir, meine Schwester und ich,
das Fest zum Jahresbeginn bei meinen Pflegeeltern.
Es war der Silvestermorgen als mein Pflegevater
mit meiner kleinen Schwester und mir zum
Karpfenteich ging um traditionell den
Silvesterkarpfen zu fangen.
Ich sehe das noch vor mir.
Mein Pflegevater hatte einen riesengroßen Karpfen
am Angelhaken und alle Bauern gratulierten ihm.
Der Karpfen zappelte in einem Eimer mit Wasser als
wir uns auf den Nachhauseweg machten.
War der groß und wie er nach Luft schnappte.
Zu Hause ließen wir Wasser in die Badewanne ein
während unsere Begeisterung keine Grenzen kannte.
Er war wunderschön und ich versuchte ihn zu streicheln.
Fridolin sollte er heißen und den sollten wir abends essen?
Es dauerte gar nicht lange, und die ganze Familie kniete
über dem Wannenrand und spielte mit Fridolin.
Wir hatten viel Spaß und meine Pflegeeltern erklärten uns
ganz genau, wie wundervoll doch Gott auch die Tiere gemacht hat !
Wie so ein Fisch lebt und überhaupt....
Ich hatte längst aufgehört zuzuhören und schaute in die begeisterten Augen dieser beiden Erwachsenen.
Für mich war klar, wir würden abends wundervoll essen ---
nur nicht Fridolin.
Es wurde langsam dunkel und aus der Küche roch es köstlich.
Fridolin schwamm gemütlich seine Ehrenrunde in der Badewanne.
Als die Stimme zum Essen rief, wussten wir, wir hatten gewonnen.
Einen liebevollen Blick auf Fridolin werfend gingen wir
erwartungsvoll in unsere gemütliche Küche, wo der Tisch
festlich gedeckt war------mit Wiener Würstchen und Kartoffelsalat.
Ich blickte in die gütigen Augen meiner Pflegeeltern und ein Stein
fiel mir vom Herzen.
Das war das wundervollste Silvester an welches ich mich erinnern kann.
In unserem Hof lag meterhoher Schnee.
Als es kurz vor Mitternacht war, also der Jahreswechsel vor
der Tür stand, gingen wir wie immer hinaus auf den Hof um
uns mit unseren Nachbarn ein frohes neues Jahr zu wünschen.
Das hättet Ihr einmal sehen sollen liebe Leser.
In unserem Hof hatte mein lieber Pflegevater aus Schnee
kleine Burgen gebaut darin versteckt leuchteten
hunderte von Kerzen und der ganze Hof war
ein einigstes Lichtermeer.
Das war bei den Bauer damals so.
Aus Schnee die wunderschönsten Dinge zu bauen und Kerzen hineinzustellen.
Wir schauten zum Himmel, der Schnee fiel und
auf der Straße standen wir zusammen mit den Nachbarn die
sangen, jeder umarmte den Anderen. Es war einfach wie eine große Familie.
Was würde das neue Jahr wohl bringen.
Jedes Jahr stellen wir uns doch alle heute noch diese Frage.
Ich habe mir damals das gleiche wie heute gewünscht.
Frieden und Geborgenheit. Nur heute gehen meine Wünsche in Erfüllung aber damals.....
erzählt nach einer wahren Begebenheit
© Celine Rosenkind
aus meinem Buch - noch in Arbeit
" Bahnhofstraße 41"
Das neue Jahr stand vor der Tür und doch
verabschiedete sich das alte Jahr nicht ohne
noch ein wenig Aufregung in mein Leben zu bringen.
So kann ich Euch nun von einer Begebenheit erzählen
die unseren Jahresausklang total auf den Kopf stellte
Silvester war bei uns ganz anders, als viele es kennen.
In unserem kleinen Dorf habe ich niemals
ein Feuerwerk oder das Krachen von
Leuchtkörpern gehört.
Die Menschen dort hatten immer noch den Krieg im
Hinterkopf und Geld für diese Dinge, so wie heute,
gab niemand aus.
Außerdem hatten ja alle Bauern das Vieh und
es sollte sich nicht erschrecken.
Es war auch so, immer ein lustiges Silvester.
Meine Mutter war Silvester nie zu Hause und
so verlebten wir, meine Schwester und ich,
das Fest zum Jahresbeginn bei meinen Pflegeeltern.
Es war der Silvestermorgen als mein Pflegevater
mit meiner kleinen Schwester und mir zum
Karpfenteich ging um traditionell den
Silvesterkarpfen zu fangen.
Ich sehe das noch vor mir.
Mein Pflegevater hatte einen riesengroßen Karpfen
am Angelhaken und alle Bauern gratulierten ihm.
Der Karpfen zappelte in einem Eimer mit Wasser als
wir uns auf den Nachhauseweg machten.
War der groß und wie er nach Luft schnappte.
Zu Hause ließen wir Wasser in die Badewanne ein
während unsere Begeisterung keine Grenzen kannte.
Er war wunderschön und ich versuchte ihn zu streicheln.
Fridolin sollte er heißen und den sollten wir abends essen?
Es dauerte gar nicht lange, und die ganze Familie kniete
über dem Wannenrand und spielte mit Fridolin.
Wir hatten viel Spaß und meine Pflegeeltern erklärten uns
ganz genau, wie wundervoll doch Gott auch die Tiere gemacht hat !
Wie so ein Fisch lebt und überhaupt....
Ich hatte längst aufgehört zuzuhören und schaute in die begeisterten Augen dieser beiden Erwachsenen.
Für mich war klar, wir würden abends wundervoll essen ---
nur nicht Fridolin.
Es wurde langsam dunkel und aus der Küche roch es köstlich.
Fridolin schwamm gemütlich seine Ehrenrunde in der Badewanne.
Als die Stimme zum Essen rief, wussten wir, wir hatten gewonnen.
Einen liebevollen Blick auf Fridolin werfend gingen wir
erwartungsvoll in unsere gemütliche Küche, wo der Tisch
festlich gedeckt war------mit Wiener Würstchen und Kartoffelsalat.
Ich blickte in die gütigen Augen meiner Pflegeeltern und ein Stein
fiel mir vom Herzen.
Das war das wundervollste Silvester an welches ich mich erinnern kann.
In unserem Hof lag meterhoher Schnee.
Als es kurz vor Mitternacht war, also der Jahreswechsel vor
der Tür stand, gingen wir wie immer hinaus auf den Hof um
uns mit unseren Nachbarn ein frohes neues Jahr zu wünschen.
Das hättet Ihr einmal sehen sollen liebe Leser.
In unserem Hof hatte mein lieber Pflegevater aus Schnee
kleine Burgen gebaut darin versteckt leuchteten
hunderte von Kerzen und der ganze Hof war
ein einigstes Lichtermeer.
Das war bei den Bauer damals so.
Aus Schnee die wunderschönsten Dinge zu bauen und Kerzen hineinzustellen.
Wir schauten zum Himmel, der Schnee fiel und
auf der Straße standen wir zusammen mit den Nachbarn die
sangen, jeder umarmte den Anderen. Es war einfach wie eine große Familie.
Was würde das neue Jahr wohl bringen.
Jedes Jahr stellen wir uns doch alle heute noch diese Frage.
Ich habe mir damals das gleiche wie heute gewünscht.
Frieden und Geborgenheit. Nur heute gehen meine Wünsche in Erfüllung aber damals.....
erzählt nach einer wahren Begebenheit
© Celine Rosenkind
aus meinem Buch - noch in Arbeit
" Bahnhofstraße 41"
29.12.2007, 16.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL
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Ebbe und Flut
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- Wenn die Erde weint
- Worte für den Tag
- Ich bin DaWanda Fan
- Tolle PC-Spiele
Vor Anker gegangen
Online seit dem: 26.08.2006
in Tagen: 1469
Online seit dem: 26.08.2006
in Tagen: 1469
























***************
Nicht nur nach
Kalendertagen
lachen, lieben
oder scherzen,
lasse dich durchs
Leben tragen mit
Datenspeicherung
im Herzen!
© C.Rosenkind
.

Zufallsspruch:
Eingebildete Leute können einem selten Leid zufügen, denn schon ihr Anblick tröstet.
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Eingebildete Leute können einem selten Leid zufügen, denn schon ihr Anblick tröstet.
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e Celine, das sind sehr schöne Blumen u